Home in a bowl – Dinnede und Blaudruck

Blogpost enthält Werbung und externe Links – das Buch und der Stoff wurden mir zur Verfügung gestellt.

Lange war es hier still im Blog. Ich befürchte, ich werde in Zukunft nur zu besonderen Anlässen und größeren Projekten zum bloggen kommen. Instagram geht halt doch schneller und ehrlich gesagt, weiß ich auch gar nicht, ob hier überhaupt noch jemand liest.

Nichtsdestotrotz freue ich mich, mal wieder zu bloggen und diesmal gibt es auch so viel zu zeigen und etwas mehr zu erzählen, dass das Blogformat wirklich geeigneter ist als nur ein Bildchen bei Insta.

Erneut hat mich KarlottaPink mit einem ihrer kreativen Projekte für uns Bloggerinnen aus der Komfortzone gelockt. Diesmal geht es um Stoff – logo – UND ums Kochen … hrmpf … ich bin ja nicht so die Köchin. Meist muss es schnell gehen und lecker sein. Oft bin ich schon zufrieden mit nem Apfel oder rohem Gemüse …. oder Schokolade 😉

Da war das Rezept, was ich mir aus dem Buch “HomeInABowl” ausgesucht habe, mal so glatt das Gegenteil meiner Kochvorliebe.

Zunächst zum Buch (zitiert von der Homepage homeinabowl.de ) :

In Augsburg leben über 40% Menschen mit Migrationshintergrund – die besten Voraussetzungen für unser interkulturelles Kochbuch „Home in a Bowl“ (…) Wir haben uns auf die spannende Reise durch die Küchen von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern gemacht, die in Augsburg ihre Heimat gefunden haben. Wir wollten ihre Lieblingsgerichte kennenlernen und haben uns gefragt, was uns eben diese Lieblingsgerichte über die jeweiligen Menschen verraten und über verschiedene Länder und Kulturen erzählen können.
Unser Ziel ist es Menschen zu verbinden. Zum Einen natürlich durch die mehr als 30 leckeren Original-rezepte beispielsweise aus Mexico, Afghanistan, Frankreich oder Uganda. Zum Anderen aber auch durch die persönlichen Geschichten rund um die verschiedenen Gerichte, durch die unser Buch erst vollständig wird. Gerade jetzt – wenn mehr und mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen – ist es wichtig zu begreifen, dass wir alle gleich sind, dass jeder Mensch ein Recht auf ein sicheres und erfülltes Leben hat und klar Stellung dafür zu beziehen.

In dem Kochbuch finden sich, als Hintergrund der Rezepte, Stoffe von KarlottaPink. Daher die Idee, eine Blogtour zu machen, in der wir Designnäherinnen etwas Feines nähen UND passend dazu ein Gericht aus dem Buch kochen und darüber bloggen.

Bei mir fiel die Wahl auf ein traditionell deutsches Gericht – DINNEDE mit Wildkräutersalat. Ich habe mich kulinarisch also nicht sehr weit hinausgewagt.

Was die Stoffwahl betrifft, bin ich aber weit gereist, nämlich bis nach Indien. Und das Tolle ist, dass es zwischen der kulinarischen Heimat und der Stoffheimat eine schöne Verbindung gibt. Der indische INDIGO-Blockprint, der auch auf meinem ausgesuchten Stoff zu sehen ist, war einst der Auslöser für die deutsche Blaudruckfertigung.

Die Ursprünge des Blaudrucks führen nach Indien, einem Land, das auf Grund seines Reichtums an Rohstoffen (Baumwolle, Farbstoffe) gute Voraussetzungen für eine Textilproduktion bot. Im 16. Jahrhundert brachten holländische Seeleute zusammen mit dem Färbe-Reserveverfahren den Farbstoff „Indigo“ mit nach Europa. Ein Aufschwung des Zeugdrucks im 18. Jahrhundert sorgte für eine weite Verbreitung über alle deutschen Länder, vor allem in Westfalen. Jedes Dorf hatte seinen „Blaufärber“.

aus: http://www.dorsten-lexikon.de/blaufaerber/

Bevor ich mit dem Kochen begonnen habe, habe ich natürlich erstmal den tollen Stoff verarbeitet. Ein 50x50cm großes Quadrat habe ich nach der Anleitung von Snaply mit Bienenwachs imprägniert, um es später als Abdeckung für den Hefeteig der Dinnede zu verwenden. Dieser muss nämlich lange, lange, lange ….. seeeeeeehr lange ruhen …. zunächst 20 Minuten bei Zimmertemperatur, dann 10 Stunden im Kühlschrank, dann zu kleinen Bällchen geformt nochmals 8 Stunden kühl und 5 Stunden bei Zimmertemperatur …

Die zeitliche Planung – mit Weckerzeiten morgens früh – habe ich mir ins Buch eingetragen, damit auch nichts schief geht.

Aus dem übrigen Stoff habe ich noch ein einfaches Küchenhandtuch genäht und Ofenhandschuhe mit altem Leinen nach der kostenlosen Anleitung von bombazine.

Nachdem der Teig also so richtig schön ausgeruht war, konnte ich endlich die Dinnede backen. Das an sich war ja nicht sehr kompliziert, aber zeitgleich noch die dazugehörigen Zwiebeln (1 KILO!) schnippeln und anbraten und den Salat mit Dressing anrichten , Käse reiben, Blüten zupfen …. UND fotografieren …. um es kurz zu machen: ich war am Ende froh, dass es geschmeckt hat und ich brauchbare Bilder im Kasten hatte 😉 Ein Dank an den Rest der Familie!

Den leckeren Wildkräutersalat und die essbaren Veilchen habe ich aus dem hiesigen Bioladen biologisch, der die Sachen extra für mich bestellt hat. DANKE! Es war SO LECKER und sah ganz zauberhaft aus!

Vielen Dank an KarlottaPink für das tolle Projekt. Ich bin sehr gespannt, was die anderen Bloggerinnen noch zeigen werden.

26. Januar – Sindy https://www.facebook.com/Mein-gewisses-Etwas-715730065142895/
5. Februar – Doris https://www.facebook.com/langesFaedchenfaulesMaedchen/
12. Februar – Jennifer https://buxsen.blogspot.com/
19. Februar – Franzisca https://www.brennnesselein.ch
12. März – tillit https://tillit.blog/
19. März – Sandra https://www.facebook.com/SandrArt-1543156069064137/
26. März – Dominique www.kreamino.com
2. April – Tamara https://www.facebook.com/diegrinsekatzeCH
9. April – Julia https://www.facebook.com/Fine-fabric-879032992133834/
23. April – Silvia und Anna https://petersilieundco.com/
7. Mai – Annika https://www.facebook.com/wandikanaeherei

Meinen Stoff findet ihr hier : Indischer Baumwollstoff Indigo Blockprint

@handmadeontuesday

Grüssle.

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